Ev. Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität :: Logo
Henriettenstraße 6
45127 Essen
Telefon: (0201) 23 45 67

Öffnungszeiten:
Mo–Do: 8.30–16 Uhr | Fr: 8.30–14 Uhr
Evangelische Frauenhilfe in Essen e.V.
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Wir unterstützen diese Arbeit:

Alt-Superintendent Michael Heering:
Eigene Beratungserfahrung in der Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte habe ich als Mann natürlich nicht. Ich habe allerdings als für die Frauenarbeit zuständiger Superintendent die Mitarbeiterinnen erlebt und bin gewiss: Sie sind fachlich und menschlich kompetent – mit denen lässt sich reden. Sie sind engagiert – mit dem Herzen bei der Sache. Sie sind kreativ – finden Wege, auch wenn zunächst nur Hilflosigkeit gespürt wird.

Das alles muss sein, wenn man verantwortlich beraten muss, was mit einem eigentlich nicht beabsichtigten Kind im Bauch geschehen soll und auch, wenn das Kind bejaht wurde und das Baby der Mutter etwas abverlangt, wovon sie sich überfordert fühlt.

Nähe einerseits und einen Vorsprung (an Wissen und Lebenserfahrung) andererseits finden in der Beratungsstelle sowohl die Frauen in einem schweren Konflikt als auch Kinder und Jugendliche, die lernen müssen, angemessen mit ihrer Sexualität umzugehen.

Christliche Nächstenliebe findet in der Beratungsstelle gelungenen Ausdruck; denn unvoreingenommene Offenheit , verständnisvolle Begleitung, vertrauenserweckende Professionalität werden in einem mit vielen Tabus versehenen Lebensfeld bewiesen. Evangelische Kirche in Essen ist stolz auf sie.

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Dagmar Schilli- Frank:
Ich unterstütze die Arbeit der Beratungsstelle aus voller Überzeugung. Als Kind einer alleinerziehenden Mutter ist meine Tochter von Oma und Opa behütet aufgewachsen. Sie wollte im Kindergarten und zu Beginn der Schulzeit häufig gar keinen Kontakt zu Gleichaltrigen.

Aus der Not, in den Schulferien einmal eine andere Tagesbetreuung zu finden, habe ich – als sie im zweiten Schuljahr war – meine Tochter bei den „Starken Mädchen“ angemeldet. Sie ist dann mit einer Reihe von Vorbehalten in den Osterferien in die Henriettenstraße „eingerückt“. Und sie wollte bald gar nicht mehr von der Henriettenstraße lassen.

Sie war in den Sommerferien, in den Herbstferien und in den Osterferien usw. zunächst in der Gruppe der jüngeren Mädchen, später bei den Älteren. Sie war ganz sauer, wenn meine Urlaubspläne es unmöglich machten, in die richtige Starke-Mädchen-Gruppe zu gehen.

Sie hat sich trotz der häufigen Teilnahme nie gelangweilt, weil wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung der Gruppen immer etwas Neues gemacht wurde. Sie hat dort Freundschaften geschlossen und sich im Laufe der Jahre zu einem selbständigen, sehr selbstbewussten Teenager entwickelt. Sie hat keine Schwierigkeiten zu sagen, was sie möchte und was ihr nicht gefällt – und das „Was“ auch konkret zu bezeichnen. Beim Übergang zum Gymnasium war sie als eine der Wenigen in ihrer Klasse in der Lage, die Schwierigkeiten in der neuen Umgebung und mit den neuen Mitschülerinnen alleine zu regeln und Verantwortung zu übernehmen. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies nicht nur meinen Erziehungsbemühungen zu verdanken ist. Bei den „Starken Mädchen“ konnte sie in einem „geschützten Raum“, ohne Angst vor Versagen oder negativen Folgen und unbeobachtet von kritischen mütterlichen Blicken, Dinge erproben und üben und vor allem auch sich selbst erproben; dies auf eine Art und Weise, die sich im normalen Alltag gar nicht durchführen lässt. Sie hat gelernt, auf Andere offen zuzugehen und zu erkennen, mit wem sie Kontakt haben möchte und wer nicht ihre „Wellenlänge“ hat. Sie hat auch gelernt, mit letzterem klar zu kommen.

Julia möchte heute zwar nicht mehr zu den „Starken Mädchen“ und findet Ferienlager viel spannender. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sie ohne die Erfahrung bei den „Starken Mädchen“ dazu heute eine ganz andere Einstellung hätte.

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Julia Frank:
Ich unterstütze die Arbeit der Beratungsstelle ebenfalls aus voller Überzeugung. Als ich das erste Mal, mit 7 Jahren, zu den „Starken Mädchen“ gegangen bin, hatte ich sehr viele Vorurteile. Ich war zwar glücklich, nicht bei meinen Großeltern sein zu müssen, aber ich mochte mich noch weniger mit dem Gedanken anfreunden, praktisch den ganzen Tag mit fremden Leuten verbringen zu müssen.

In den ersten Tagen war ich noch leicht skeptisch, doch es gefiel mir immer besser. Die lockere Atmosphäre und die überaus freundlichen Betreuerinnen wollte ich ganz und gar nicht missen. Und es wurde nie langweilig. Dinge, über die man sich sonst noch gar keine Gedanken gemacht hatte (oder ihnen zumindest nur wenig Zeit gewidmet hat) wurden plötzlich Alltag. Immer wieder kam neues dazu, ich fand viele Freundinnen zu denen ich teilweise immer noch Kontakt habe. Aber auch das Programm ließ nie etwas zu wünschen übrig. Jedes mal wurden Details verändert oder gar ganz Neues dazugefügt.

Ich bin sehr froh, das meine Mutter es damals geschafft hat mich zu überreden, dort einmal eine Woche hinzugehen. Und so war ich in den Jahren 1999 bis 2003 ungefähr 10mal dort; wenn nicht sogar öfter. Ich würde jetzt auch noch hingehen, nur ist es so, das ich lieber auf diverse Ferienfreizeiten fahre wo ich dann auch wirklich über längere Zeit nicht zu Hause bin. Auch in dieser Hinsicht bin ich froh, oft bei den „Starken Mädchen“ gewesen zu sein, denn ich habe keine Probleme damit, auf andere zuzugehen und auch mit Leuten klar zu kommen, die ich nicht sonderlich mag (bzw. die ich auf den Mond schießen könnte), was in meinem Alter doch nicht sonderlich häufig vorkommt. Auch kann ich mit vielen Situationen viel besser umgehen als meine Freundinnen, die nicht bei den „Starken Mädchen“ waren.

Insgesamt habe ich sehr viel dazugelernt und eine wunderbare Zeit in der Henriettenstraße gehabt, an die ich noch sehr gerne zurückdenke. Auch war es zum Schluss ein tolles Gefühl, das Gebäude in und auswendig zu kennen.

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